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Städtewanderer in Herrenberg

Unter Leitung von Ernst Kranich wanderten 40 Personen der Berg- und Städtewandergruppe des Bürger-Treffs in die Große Kreisstadt Herrenberg. Wie in der Gruppe üblich, hatten sich einige Mitwanderer mit bestimmten Bauwerken und deren ehemaligen Bewohner kundig gemacht und berichteten bei der Wanderung an den Gebäuden darüber. Vom Bahnhof aus ging es zum nicht mehr vorhandenen ehemaligen Bronntor, das Teil der Stadtbefestigung aus dem 13. Jahrhundert war. Von der Stadtmauer sind noch 630 Meter erhalten.

Der Pfleghof des Bebenhäuser Klosters, ein imposantes Fachwerkhaus aus dem 14. Jahrhundert war das nächste Ziel der Städtewanderer. Hier konnte man auch erfahren, dass 1347 Herrenberg durch die Grafenbrüder Konrad I. und Rudolf III. in eine nördliche und südliche Hälfte geteilt wurde. Dieser Zustand bestand bis 1382 bis die Stadt an Württemberg verkauft wurde. Vom Affstätter Tor, das später Gerbertor genannt wurde, gelangte man zu 2 mittelalterlichen ehemaligen Badstuben. Das wohl älteste Fachwerkhaus von Herrenberg, das den Stadtbrand überstanden hatte, das Gasthaus zum Deutschen Kaiser, war das nächste Ziel. Nun kamen der Höhepunkt und das Aushängeschild von Herrenberg, der Marktplatz mit Marktplatzbrunnen und das 1806 gebaute Rathaus.

     

Ein geschlossenes Ensemble rings um den Markt mit fränkischen Fachwerkhäusern führte die Wandergruppe ins 17. Jahrhundert. Auf dem weiteren Weg zur Stiftskirche kam man an der Vogtei, an Wohnhäusern der Geistlichkeit und an der Deutschen Knaben- und Mädchenschule vorbei. Ein weiteres sichtbares Wahrzeichen der Stadt ist die im 13. bis 14. Jahrhundert erbaute Stiftskirche. Bei der Besichtigung der Kirche konnte man einen gotischen Taufstein, das prachtvoll geschnitzte Chorgestühl, eine reichverzierte Kanzel und viele andere Sehenswürdigkeiten in der Kirche bestaunen.

Danach ging es zum Herrenberger Beginenhaus und weiter zu der an die Stadtmauer 1481 angebaute Propstei. Die Propstei kann auf eine wechselvolle Geschichte zurück schauen, sie reicht von den Grafen von Württemberg über die Brüder vom Gemeinsamen Leben zu Propst Johannes Rebmann weiter zum Quartier für spanische Soldaten und wurde dann wieder Württembergisch. Leider kann die Herrenberger Burg nicht mehr besichtigt werden, da sie bis auf wenige Mauerreste abgetragen wurde. Nur der Pulverturm wurde wieder aufgebaut und dient heute als Aussichtsturm. Nach einer Stärkung in einer Gaststätte wurde die Städtewanderung fortgesetzt. Es ging zum zweitgrößten historischen Gebäude von Herrenberg, dem 1683 erbauten Fruchtkasten.

Er diente zum Lagern des Zehnt eine Naturalabgabe . Nach der Besichtigung der Wohn- und Geburtshäuser der Familie Schickhardt, die sich als Schreiner und Baumeister einen Namen machten und von den Württemberger Herzögen zu vielen Kunstwerken herangezogen wurden, ging der Weg zur letzten Sehenswürdigkeit der Wanderung. Zum Abschluss eines interessanten, lehrreichen Tages in Herrenberg ging die Gruppe noch in den Spitalbezirk, wo durch Johannes Huter um 1400 ein Spital und im weiteren Felder, Wälder und eine Mühle erworben wurde. Nach diesem schönen Wandertag freut sich die Gruppe schon auf die letzte Städtewanderung in diesen Jahr am 6.5.2018 in Schwetzingen.

 

Städtewanderer in Herrenberg