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Bergwanderer in Balderschwang

Die Bürger-Treff Bergwandergruppe erlebte vom 26.-29. August 2018
vier herrliche Wandertage in Balderschwang.

Trotz unterschiedlicher Wettervorhersagen, die von Starkregen bis wechselnd bewölkt schwankte, gingen 14 Bürger-Treff´ler aus Vaihingen nach Balderschwang zur höchst gelegenen Gemeinde Deutschlands. Wider Erwartung bescherte der Wettergott ein hervorragendes Wanderwetter.
Die erste Wanderung, die noch am Ankunftstag die Gruppe auf den 1552 Meter hohen Hochschelpen führen sollte, war für die Bergwanderer schon eine Herausforderung an die Kondition. Zuerst wurde von dem Hotel Schwabenhof der Bach Bolgenach überquert und mit Erstaunen wurde festgestellt, dass der ursprüngliche Weg, der früher durch einen Wald ging, nun über eine Schotterstraße führt. Nach Ende der Straße ging es durch einen Fichten Wald über freiliegende Wurzeln und danach durch Morast und einen beschwerlichen Grashang auf den Bergrücken. Auf nun ebenem Weg sahen die Wanderer am Ende des Weges das Gipfelkreuz auf dem Hochschelpen.

 

Am Kreuz angekommen, hatten die Wanderer einen 360 Grad Blick auf die Nagelfluhkette, die Gottesackerwände und den Hohen Ifen. Am Ende des Rückwegs, der meistens auf Wirtschaftswegen und entlang der steilen Scheuenwände und der Bolgenach führte, wartete ein gutes Abendessen auf die Wanderer.


Vom Schwabenhof aus, auch bekannt bei Skifahrern, startete am 2. Tag die Wanderung, die alles von der Wandergruppe abverlangte. Zuerst ging es in Richtung Riedbergerhorn um etwa bei der Hälfte der Strecke dann zum 1628 Meter hohen Dreifahnenkopf abzubiegen. Hier erlebte man eine Überraschung, denn der Weg zum Gipfel war wegen eines Birkhuhn Geleges gesperrt. Dadurch war ein Umweg um den Berg angesagt, der die ursprüngliche Wanderstrecke verlängerte.

 

Wieder oben auf dem Bergkamm angelangt, ging es in westlicher Richtung über das Höllritzereck und danach zum Bleicherhorn. Auf gut präparierten Wegen stieg die Gruppe dann zur Wilhelminen Alpe ab, wo einige der Wanderer noch auf den 1746 Meter hohen Siplingerkopf stiegen. Der Berg mit typischem Nagelfluhgestein war durch sein loses Geröll schwer zu begehen und setzte gute Trittsicherheit voraus. Auf dem Rückweg kam man noch bei der bekannten 2000 jährigen Eibe vorbei.


Vom Riedbergerhorn in Richtung Bolsterlang liegt auf 1712 Meter Höhe der Wannenkopf ein wenig erwanderter Berg. Dieser Berg war das Ziel der Gruppe am 3. Wandertag. Mit einem Linienbus fuhr man zur Grasgehrenhaltestelle. Hier begann der Wandertag mit einem Aufstieg zum Verbindungsweg zwischen dem Riedbergerhorn und dem Wannenkopf. Durch die einige Tage zuvor ergiebigen Regentage war die Erde beim Anstieg stark aufgeweicht und der Weg zum Wannerkopf eine Rutschpartie. Auf der Höhe zeigte sich ein Hochmoor mit seiner seltenen Insekten Vielfalt, das bezwungen werden musste. Am Ende des Moores begann der Aufstieg über Felsgestein zum Wannenkopfgipfel.

Die Anstrengungen wurden mit einer schönen Aussicht nach Obermaiselstein, ins Illertal und auf die in der Ferne liegenden Berggipfel belohnt. Beim Rückweg hatte die Gruppe noch eine Begegnung mit einem seltenen Kolkraben. Unterwegs wurde an der Mittelalpe eine Pause eingelegt und die Wanderer mit Kaffee und selbst gebackenem Kuchen belohnt.

Bevor am letzten Tag die Heimfahrt angetreten wurde wanderte die Gruppe noch entlang der Bolgenach vorbei an der Scheuen Alp zum Scheuen Wasserfall. Dieser Wasserfall fällt 54 Meter aus der mächtigen Scheuenwand, die man schon von der Ferne bewundern konnte. Nach einer Brotzeit auf der Scheuen Alp wurde die Heimfahrt angetreten.

 

Hans-Georg Baum

Bergwanderer in Balderschwang